Seminare & Workshops 2016/2017

2016

18. und 19. Juni 2016 “Tellington-Touch”  nach Linda Tellington-Jones Wochenendseminar mit Heike Hose (TTouch-Practionioner)

Ort: Helpsen
Kosten: 195,- p.P. inkl. Getränke
Zeit: 10 – 16 Uhr (Samstag und Sonntag)
Maximale Teilnehmerzahl: 10 mit Hund

 

index“Spielverhalten bei Hunden” mit Mechtild Käufer und Dr. Udo Gansloßer am 30./31. Juli 2015
2-Tage Wochenendseminar Samstag/Sonntag, anerkannt für die Zertifizierung der TÄK SH und Nds.

Play together – Stay together”

Mensch-Hund-Spiel und sein Einfluss auf Beziehung und Bindung

Die unzähligen widersprüchlichen Ratschläge und Verhaltensregeln zum Spiel mit dem eigenen Hund verunsichern viele Hundehalter. Dazu trägt eine zunehmende Tendenz bei, jegliche Mensch-Hund-Aktivität – vom Ballwerfen über Dog-Dancing bis hin zum Hundesport – als Spiel zu bezeichnen. Wegen der Bedeutung von Spiel für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Hund und Mensch und der vielen Wechselwirkungen zwischen Spiel, Beziehung und Bindung, ist es aber wichtig zu wissen, was echtes Spiel ausmacht, was nur Spiel kann und was Spiel von allen anderen Aktivitäten unterscheidet.

Dieses Seminar vermittelt die Kriterien, die echtes Spiel kennzeichnen und von Beutefang-Aktivitäten, Training und Beschäftigung unterscheiden. Es informiert sowohl über das Potential, als auch die Risiken und Nebenwirkungen von Spiel für die Mensch-Hund-Beziehung. Was spielen Menschen mit Hunden und wie wirken sich diese unterschiedlichen Spielformen auf die Beziehung und Bindung zum eigenen Hund aus? Was kann nachgewiesenermaßen nur Spiel leisten, aber nicht Training, Sport und andere Beschäftigungen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Spiel und Bindung und welche Merkmale zeichnen bindungsförderndes Spiel aus?

Seminarinhalte:

Was ist Spiel und was nicht?
Was unterscheidet echtes Spiel von Training und Beschäftigung?
Spiele mit Suchtpotential, Risiken und Nebenwirkungen
Wechselwirkungen zwischen Spiel, Beziehung und Bindung
Was beeinflusst das Mensch-Hund-Spiel?
Spieltypen und Spielstile bei Mensch und Hund
Spielsignale und Spielkommunikation zwischen Mensch und Hund
Was unterscheidet das Hund-Hund-Spiel vom Mensch-Hund-Spiel?
Was hindert Hundehalter am ausgelassenen Spiel mit dem eigenen Hund?
Wie überzeugt man einen Spielmuffel und was kann man tun, damit das gemeinsame Spiel Hund und Mensch Spaß macht?
Mensch-Hund-Spiele mit und ohne Spielzeug
Der Weg vom Pseudo- zum echten Sozialspiel
Fair Play? Regeln für erfolgreiches Mensch-Hund-Spiel

Die Dozenten

Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald. Neben diversen Unterrichts- und Seminartätigkeiten berät er Zoos und Tierparks und ist Autor und Übersetzer von zoologischen Schriften.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus, möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhundeartige. Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen.

Weitere Infos unter: http://www.ganslosser.de/index.html

Mechtild Käufer war als Dipl.-Sozialarbeiterin in der Jugendarbeit tätig, hat als freiberufliche IT- Dozentin und Fachbuchautorin gearbeitet. Seit über 30 Jahren lebt sie mit Hunden von denen viele aus dem Tierschutz übernommen wurden. Einige “schwieirge Fälle” veranlassten sie zur Hundetrainer-Ausbildung.
Sie ist Autorin des gleichnamigen Buches:
http://www.buecher.de/shop/hundeverhalten/spielverhalten-bei-hunden/kaeufer-mechtild/products_products/detail/prod_id/33350237/

Kosten: 195 € pro Person
zzgl. ggf. Übernachtung und Verezehr

Ort: Achumer Meierhof in Bückeburg-Achum

26. und 27. August 2016 Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen

Dorit

26. August 2016 von 18 Uhr 30 bis 21 Uhr, Abendvortrag “Biologie der Aggression”

Der Streit um diese Verhaltensdeterminanten war früher mehr als ein akademisches Problem oder eine Haarspalterei: Die Folgerungen für die Verhaltensvorhersage und insbesondere die Modifikation oder Manipulation aggressiven Verhaltens sahen höchst unterschiedlich aus. “Aggressionstrieb”: Das aktuelle Verhalten wird bei hoher innerer Bereitschaft (die durch das “Nichtausleben” aggressiven Verhaltens zustande kommt) durch immer schwächere, unspezifischere äußeren Reize immer leichter ausgelöst bzw. kann auch spontan erfolgen. Anhänger der Reiz-Reaktions-Modelle dagegen betonten, daß auch die Verhaltensbereitschaft durch Umweltreize erst erzeugt werden muß.

Heute wissen wir: Aggression ist vielursächlich, vererbt wird jeweils nur eine Reaktionsnorm, gleichsam ein Angebot an die Umwelt. Ergo entscheiden innerhalb dieser Norm dann die verschiedenen Umwelteinflüsse, in welcher Weise die vom Erbmaterial ausgehenden Informationen im Einzelfall verwirklicht werden. Was nun bedeutet all dieses für individuelle Hund-Halter-Systeme? Beispiele zur Kooperation und Kompetition von Hunden (verschiedener Rassezugehörigkeit) werden gegeben.

Kosten: 25 Euro pro Person
Zeit: 18 Uhr 30 bis 21 Uhr

Samstag, 27. Augsut 2016 10 – 15 Uhr “Ausdrucksverhalten bei Hund und Mensch”

“Es sind die Gebärden, die uns verbinden, unsere Mimik, Körperhaltungen und Bewegungen. Diese analoge Kommunikation, die unsere Gefühle, Absichten und Bedürfnisse so trefflich abbildet, übermittelt und vielfach unbewusst verrät, stellt eine universelle Grammatik in der nicht-verbalen Sprache von Menschen und Tieren dar. Analoge Kommunikation lässt uns Verbundenheit erfahren, wohl weil ihre Ausdrucksformen die gemeinsamen Wurzeln der Mensch-Tier-Kommunikation sind, eines Verhaltens, welches interspezifisch über weite Bereiche intuitiv verstanden wird.

Dieses gilt zumal für Haushunde, die seit  rund 40.000 Jahren mit uns leben, eingepasst in unser Sozialsystem und unsere Mitwelt, dabei ihr Ausdrucksverhalten genetisch veränderten, denn vorzugsweise Menschen wurden und sind Bestandteil ihrer ökologischen Nische, ihrer natürlichen (sozialen) Umwelt, und wesentliche Instanz ihrer züchterischen Auslese. Hunde sind adaptiert an diese Lebensbedingungen, widmen seit Jahrtausenden ihre ganze Aufmerksamkeit jeder Regung des Menschen, ihre Beobachtungsbasis ist unsere Familie, ihr Biotop unser Heim.  Sie wurden Arbeitstiere und Begleiter des Menschen. Heute sind sie in mitteleuropäischen und anderen modernen westlichen Gesellschaften überwiegend Sozialpartner, häufig unterbeschäftigt und gleichsam überfordert als „Mensch im Pelz“ oder Statussymbol.  Allesamt sind sie hochsozial und somit exzellente Beobachter, die unsere Mimik, Körperbewegungen, Körperhaltungen sowie die Art unseres Sprechens assoziativ zum situativen Kontext bzw. zu regelhaften Verhaltensänderungen ganzheitlich speichern, um sich fortan darauf einzustellen, gezielt zu ihrem Nutzen. Dieser muss keineswegs deckungsgleich mit unserem Vorteil sein, uns also nicht unbedingt Freude bereiten.

Die Vielfalt ethologischer Anpassungen von Haushunden soll beispielhaft vorgestellt werden, ihre Kommunikation mit Artgenossen und Menschen sowie die resultierenden Beziehungen.”

Kosten: 85 Euro pro Person
Zeit: 10 bis 15 Uhr

Ort: Achumer Meierhof (Hunde sind nicht erlaubt)

10671348_774577032607600_5535017957337948300_n

 „Cast Away – Verschollen“ 2-Tage Praxisworkshop mit Christel Löffler am 1./2. Oktober 2016
Intensivtraining für ein zuverlässiges Kommen Ihres Hundes

Fast jeder Hundehalter hat das Ziel, dass er seinen Hund in jeder Situation zuverlässig abrufen kann. Leider sieht die Realität anders aus. Hilflos und ohnmächtig sieht man seinem Hund hinterher, wenn er davon rennt, weil er am Horizont einen Spielkameraden entdeckt oder eine spannende Hasenspur erschnüffelt hat.

In diesem Seminar bekommen Sie Möglichkeiten gezeigt, dies zu verändern. Dabei werden wir uns über verschiedene Motivationsformen unterhalten, aber auch darüber, wie Sie das Kommen Ihres Hundes durchsetzen können und somit einen Hund bekommen, den Sie in jeder Situation abrufen können.

Was steht auf dem Programm?
• Beurteilen der jeweiligen individuellen Mensch-Hund-Beziehung zum aktuellen Zeitpunkt
• Beurteilen des IST-Stands beim Abrufen
• Motivieren des jeweiligen Hundes
• Training an kurzer Leine oder Schleppleine und/oder Freilauf
• Eintrainieren eines neuen „Hier“-Kommandos
Durchsetzen des gewünschten Kommandos
• Besseres Kennenlernen Ihres Hundes
• Festigen Ihrer Mensch-Hund-Beziehung
• Erlernen der Körpersprache Ihres Hundes
• Trainieren auch unter starker Ablenkung
• mental sinnvoll auf Spaziergängen auszulasten
• Erlernen, das unerwünschte Verhalten Ihres Hundes in ein erwünschtes Verhalten zu verändern und bereits Gelerntes zu festigen

Kosten:
€ 195,- p.P. aktiv mit Hund / Ehegatten 50% Ermäßigung
€ 115,- p.P. passiv ohne Hund

zzgl. Übernachtung und Verpflegung

Ort: Kreis Schaumburg

Kate Kitchenham, Abendvortrag:  “Bindung durch Beschäftigung – Schlüssel zu mehr Verständnis, Liebe und Spaß für Hund und Mensch am 17.11.2016 von 19 – 22 Uhr
9783440145722
Gezeigt wird anhand von praktischen Beispielen wie wir unseren Hund unkompliziert und sinnvoll im Alltag beschäftigen können. Im Vordergrund steht der Spaß, so dass jedes “Lernen” eigentlich ein Spiel ist. Gezeigt werden “Step-by Step Anleitungen” in Form von Foto und Film. Unterfüttert wird der Vortrag mit spannender Theorie: Was passiert im Gehirn beim Lernen? Wie wirkt sich Lob, Innigkeit, kurzes Innehalten, Spiel & Spaß auf die Bindung, Leistungsfähigkeit und Motivation unseres Hundes aus ? u.v.m. …

Über die Dozentin Kate Kitchenham:
KATE KITCHENHAM ist bekannt als Autorin (Bücher und Fachzeitschriften), hält Vorträge in Hundeschulen und ist regelmäßig als Hundeexpertin im Fernsehen zu sehen. Seit Mai 2014 moderiert sie die Sendung „Der Haustier-Check“ im ZDF.

Ort: Bückeburg-Achum, Achumer Meierhof
Kosten: 25 Euro p.P.
Zeit: 19-22 Uhr


2017

“Von jagenden und aggressiven Hunden” mit Michael Grewe (Canis) am 18. und 19. Februar 2017
cache_2457155497

Um beim erwachsenen Hund die Ausprägungen oder Fehlleitungen von Aggressionsverhalten und/oder Jagdverhalten zu verstehen muss man eine kurze Reise durch die Welpen- und Jugendzeit von Hunden unternehmen.

Dabei stoßen wir auf das komplexe und faszinierende Thema Spielverhalten, mit all seinen Vorteilen und auch möglichen Nachteilen für die weitere Entwicklung des Hundes. Immer wieder kreuzen hierbei genetische Faktoren unseren Weg und verleiten die jungen Hunde Verhaltensweisen zu lernen, die zwar eine Menge Spaß machen aber gleichsam zu Problemen führen können.

Um ein verhältnismäßiges und somit angepasstes Aggressionsverhalten zu entwickeln und um sich auch jagdlich differenziert verhalten zu können, brauchen Welpen und junge Hunde die aktive Unterstützung ihrer Halter.

Erziehung selbst ist nicht immer spaßig und für alle Beteiligten durchgehend von schönen Gefühlen begleitet. Was bei gelungener Erziehung am Ende aber immer wieder schön ist, ist die Freude an einem gut erzogenen Hund.

Kommt es beim erwachsenen Hund zu Problemen in den Bereichen Aggressions- und Jagdverhalten sind die Defizite meist in der mangelnden Halterkompetenz fest zu machen. Verhalten sich erwachsene Hunde unangepasst aggressiv gegen Menschen oder haben ihr jagdliches Spektrum auf bewegliche Sachen oder Menschen erweitert, ist das Leben mit dem Hund meist anstrengend und von emotionalen Belastungen begleitet.

In diesem Seminar möchte ich aufzeigen, wie man Fehlentwicklungen in den Bereichen Aggression und Jagen von Hunden weitestgehend vermeiden kann und wie mit bereits problematischen, erwachsenen Hunden umzugehen ist. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Halterkompetenz und dem Management problematischer Hunde liegen. Mit einer Hasenzugmaschine werden wir jagdliche Themen aufzeigen.

Es wäre schön, sowohl Welpen als auch problematische Hunde bei dieser Veranstaltung dabei zu haben.

Michael Grewe, 30.05.2016

Ort: Landkreis Schaumburg, Helpsen, Sportpark Südhorsten
Kosten 230,- Euro aktiv mit Hund / 190 Euro passiv ohne Hund
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de