Seminare & Workshops 2016/2017

Sophie Strodtbeck “Zappelphillip – der hyperaktive Hund”
Halbtagesseminar am 27.11.2016 von 9:30 – 13:30 Uhr, (ohne Mittagspause) Kreis Schaumburg

Wer kennt sie nicht? Hunde, die kein Ende finden, die auch noch nach stundenlanger Bewegung beim kleinsten Reiz auf 180 sind?
Die nicht abschalten können? Die nur „Unfug“ im Kopf haben?
Das Problem der Hyperaktivität beim Hund scheint immer häufiger aufzutreten.
In diesem Seminar nehmen wir den hyperaktiven Hund genauer unter die Lupe.

Wie äußert sich Hyperaktivität beim Hund?
Gibt es AD(H)S beim Hund?
Was ist Stress?
Wozu ist Stress?
Was für Folgen hat Dauerstress?
Welche gesundheitlichen Probleme und welche Umwelteinflüsse können zur Hyperaktivität führen?
Gibt es Rassen, die besonders anfällig sind?
Was kann man dagegen tun?
Wie kann man durch die Ernährung gegensteuern?
Welche Auslastung eignet sich für den hyperaktiven Hund?
Wie bringt man Ruhe in solche Hunde?

All das und Vieles mehr erfahren Sie in diesem unterhaltsamen und informativen Seminar mit Sophie Strodtbeck http://www.strodtbeck.de/

Kosten: 85 Euro pro Person zzgl. Anreise und Verpflegung
Hunde: auf Anfrage
___________________________________________________________________________________________

Hund & Recht mit Rechtsanwältin Jennifer Weigelt aus Bückeburg

header_imgDas NHundG Rechte & Pflichten für Hundehalter und Hund, bundesweit und beim Nachbarn Nordrhein-Westfalen (20/40-Regelung und Rasseliste)

Wer muss warum einen Sachkundenachweis ablegen und mit welchen Folgen bei Nichterbringen. Wer nimmt die Sachkunde ab?

Wozu dient die Anmeldung im Hundezentralregister und welche Folgen ergeben sich bei Nichtbeachtung?

Keine Rasseliste und trotzdem erhöhte Steuer für Hunde entsprechende Rassen in manchen Gemeinden. Was kann man dagegen tun?

Was sind gefährliche Hunde in Nds., wer entscheidet das und wie
verhält es sich rechtlich mit einer erhöhten Steuer bei eingestuften
„gefährlichen Hunden“?

Wer haftet bei Beißvorfällen?
Hund-Hund anhand von Fallbeispielen
Hund-Mensch anhand von Fallbeispielen
Wer ist zuständig bei solchen Vorfällen (z.B. wenn ein Kind gebissen wird) Polizei Ämter?

Wer haftet bei Unfällen im Freilauf, wenn zwei oder mehr Hunde beteiligt sind?
Hund-Hund anhand von Fallbeispielen / Hund-Mensch anhand von Fallbeispielen

Tierschutzverträge Hund: Wirksamkeit von Klausen (z.B. die Kastrationspflicht)
Was muss ich als Käufer beachten?
Muss der Verein den Hund zurücknehmen, wenn sich die Eigenschaften des Hundes anders darstellen, als in der Beschreibung dargestellt (Verletzt, Krank, Panikhund usw.) betrifft v.a. Auslandstierschutz ohne Pflegestelle in Deutschland.
Darf ich den Hund eigenmächtig weiter vermitteln, auch wenn im Vertrag steht, der Hund muss zurück an die TSchutzOrga?

Hund vom Züchter
Muss ich Ausstellungen besuchen, weil der Züchter das von mir verlangt?
Muss ich denn Hund erst dem Züchter zurück geben, bevor ich ihn selbst vermittele, weil ich ihn nicht mehr halten kann?

Hund und Tierpension (Fallbeispiele)
Wer haftet bei Verletzungen z.B. durch eine Beißerei oder durch einen Unfall in der Betreuungszeit?
Wer haftet bei Schäden, wenn der Hund dem Dogwalker oder dem Pensionsbetreiber weg läuft und einen Schaden verursacht z.B. bei einer Beißerei oder einem Verkehrsunfall?
Bei Krankheiten, wie z.B. Zwingerhusten, wenn sich die Hunde untereinander anstecken?

Hund und Hundeschulen (Fallbeispiele)
Wer haftet, wenn es in der Hundeschule im Freilauf zu einer Beißerei unter den Hunden kommt?
Wer haftet bei Veletzungen im Freilauf?
Unterschied mobile Hundeschule zu Hundeplatz?
Wer haftet z.B. bei einem Vorfall, wenn z.B. läufige Hündinnen anwesend sind und der Rüde durch einen Samenstau kastriert werden muss?

Lebensende
Darf ich meinen Hund im Garten beerdigen?
Bin ich verpflichtet (bei Rassehunden) die Ahnentafel an den Züchter
zurückzusenden? Bzw. muss ich den TSchV davon in Kenntnis setzen?

Referentin: Stefanie Weigelt, Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Tierrecht aus Bückeburg http://kanzlei-weigelt.de/

Kosten: 18 Euro pro Person
Kunden von Kids & Dogs Schaumburg: 10 Euro p.P.
Tierschutzmitarbeiter/auch ehrenamtliche mit Nachweis: 10 Euro p.P.

Info und Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de
Ort: wird noch bekannt gegeben
___________________________________________________________________________________________

2017

F E B R U A R

“Von jagenden und aggressiven Hunden” mit Michael Grewe (Canis) am 18. und 19. Februar 2017
cache_2457155497

Um beim erwachsenen Hund die Ausprägungen oder Fehlleitungen von Aggressionsverhalten und/oder Jagdverhalten zu verstehen muss man eine kurze Reise durch die Welpen- und Jugendzeit von Hunden unternehmen.

Dabei stoßen wir auf das komplexe und faszinierende Thema Spielverhalten, mit all seinen Vorteilen und auch möglichen Nachteilen für die weitere Entwicklung des Hundes. Immer wieder kreuzen hierbei genetische Faktoren unseren Weg und verleiten die jungen Hunde Verhaltensweisen zu lernen, die zwar eine Menge Spaß machen aber gleichsam zu Problemen führen können.

Um ein verhältnismäßiges und somit angepasstes Aggressionsverhalten zu entwickeln und um sich auch jagdlich differenziert verhalten zu können, brauchen Welpen und junge Hunde die aktive Unterstützung ihrer Halter.

Erziehung selbst ist nicht immer spaßig und für alle Beteiligten durchgehend von schönen Gefühlen begleitet. Was bei gelungener Erziehung am Ende aber immer wieder schön ist, ist die Freude an einem gut erzogenen Hund.

Kommt es beim erwachsenen Hund zu Problemen in den Bereichen Aggressions- und Jagdverhalten sind die Defizite meist in der mangelnden Halterkompetenz fest zu machen. Verhalten sich erwachsene Hunde unangepasst aggressiv gegen Menschen oder haben ihr jagdliches Spektrum auf bewegliche Sachen oder Menschen erweitert, ist das Leben mit dem Hund meist anstrengend und von emotionalen Belastungen begleitet.

In diesem Seminar möchte ich aufzeigen, wie man Fehlentwicklungen in den Bereichen Aggression und Jagen von Hunden weitestgehend vermeiden kann und wie mit bereits problematischen, erwachsenen Hunden umzugehen ist. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Halterkompetenz und dem Management problematischer Hunde liegen. Mit einer Hasenzugmaschine werden wir jagdliche Themen aufzeigen.

Es wäre schön, sowohl Welpen als auch problematische Hunde bei dieser Veranstaltung dabei zu haben.

Ort: Landkreis Schaumburg, Helpsen, Sportpark Südhorsten
Kosten 230,- Euro aktiv mit Hund / 190 Euro passiv ohne Hund
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de

___________________________________________________________________________________________

A P R I L

„Darf’s einer mehr sein?“ – Seminar zur entspannte Zwei- & Mehrhundehaltung mit Rolf C. Franck (Blauer Hund) am 1. und 2. April.

Rolf2013

Themen:

  • Beziehungen Mensch-Hund und Hund-Hund
  • Der Einfluss des Schlüsselhundes
  • Das Zweiterhund-Syndrom
  • Gruppendynamik verstehen und beeinflussen
  • Erregung und Stimmungsübertragung
  • Alltag und Erziehung
  • Familienfrieden
  • Kommunikation beobachten, Stress erkennen

 

 

 

Rolf C. Franck, Dipl. CABT (coape) hat etwa 20 Jahre Erfahrung in der Hundeausbildung und ist seit 1992 ständig als Trainer tätig. Er arbeitet seit 1996 als professioneller Verhaltensberater für Hunde- und Katzenhalter. Außerdem gibt er viele Seminare zum Thema Hundetraining und Verhalten und hat sich als Autor einen Namen gemacht.

Rolf ist der einzige deutsche Inhaber des Diploms in Heimtierverhalten und -training am Zentrum für angewandte Verhaltenskunde (England), wo er als einer der Kursbesten abschloss. Sein damaliger Tutor, Prof. Dr. Peter Neville, hat ihn im Sommer 2004 zum Partner ernannt. Rolf ist Mitglied der “COAPE Association of Animal Practitioners”, England.

Kosten: 195,- Euro pro Person, ohne Übernachtung & Verpflegung
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Ort: Tierheim Minden
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de

___________________________________________________________________________________________

M A I 2017

Dr. Marie Nitzschner mit dem Thema: “Erkenntnisse aus der Kognitionsforschung und deren Anwendung im Hundetraining” am 6. und 7. Mai 2017

In den letzten Jahren ist das wissenschaftliche Interesse an den kognitiven Fähigkeiten unserer Hunde rasant gestiegen. Weltweit untersuchen unterschiedliche Forschungsgruppen, inwiefern Hunde in der Lage sind, verschiedene Problemstellungen zu lösen und welche Rolle Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erinnerung oder gar Kreativität dabei spielen.

  • Wie ist der aktuelle Forschungsstand?
  • Welche Schlüsse können daraus resultierend auf die kognitiven

Fähigkeiten unserer Hunde gezogen werden?

  • Und vor allem, wie lassen sich diese Erkenntnisse ins

Hundetraining übertragen?

In diesem Workshop betrachten wir zunächst die lerntheoretischen Ansätze, die jedem Lernverhalten zu Grunde liegen und wie man diese Lerngesetze in die Praxis umsetzt. Darüber hinaus schauen wir uns auch an, inwieweit die kognitiven Kapazitäten von Hunden auch andere Möglichkeiten des Lernens zulassen. Es werden Untersuchungen zu verschiedenen kognitiven Fähigkeiten, wie zum Beispiel zum Problemlöseverhalten, Kommunikation und Kooperation vorgestellt. Einige Studien werden wir in diesem Workshop nachstellen.

Ein weitere zentraler Punkt des Workshops ist die Hund-Mensch-Kommunikation. Hunde sind Meister darin, uns zu lesen – das ist wohl kein Geheimnis. Aber was verstehen sie wirklich von unserer Kommunikation? Können sie unsere Mimik und Gestik deuten?

Was verstehen sie von unserer Sprache? Wissen sie, wann unsere Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist? Und wissen sie, wie wir uns fühlen? Es werden verschiedene aktuelle Studien zum Thema Hund-Mensch-Kommunikation präsentiert und einen Überblick darüber gegeben, was Hunde von der Interaktion mit uns verstehen.

Ort: Sportpark Südhorsten
Samstag/Sonntag 10-17 Uhr
Kosten: 195 Euro p.P. zzgl. Verpflegung und Übernachtung

___________________________________________________________________________________________

27. und 28. Mai 2017 Obernkirchen, Liethalle
Hundemesse – Pfotentage –
Besuchen sie uns auf den Pfotentagen, wie freuen uns!

___________________________________________________________________________________________

A U G U S T

Wochenendseminar mit Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen am 5. und 6. August 2017
Dorit

Abendvortrag am Samstag, den 5.8.2017 von 19 bis 21 Uhr 30 Uhr:
“Tierschutzwidrige Hundeausbildung”

Tierschutzwidrige Ausbildungspraktiken auf Hundeplätzen, im Training und in der Ausbildung von Diensthunden werden beispielhaft vorgestellt.

Die Auswirkung bestimmter “Ausbildungspraktiken” auf das Empfinden eines Hundes wird diskutiert. Das geltende Tierschutzrecht, als direkter ethischer Tierschutz, formuliert in seinem § 1 sein ethisches Postulat, benennt die Mitgeschöpflichkeit von Tieren. Es bedarf eines vernünftigen Grundes, einem Wirbeltier Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Dieses “Vernunftproblem” im Bereich der intersubjektiven Bewertung wird angesprochen. Es geht um den Einsatz aversiver Reize und vermenschlichender Bestrafungen sowie um die Darstellung der Befindlichkeiten (psychische Vorgänge) von Hunden, die mit neurophysiologischen Prozessen verbunden sind. Was wird jeweils gelernt?

Es ist eine naive, überaus vordergründige Vorstellung, ein ängstlicher Hund befände sich automatisch unter Kontrolle seines “dominanten” (subjektive Fehleinschätzung!) Menschen, so dass er sich dem Willen des Menschen “unterwerfe”…

Grundlage der Ausführungen: Gutachtertätigkeit und eigene Untersuchungen zur Lernbiologie von Hunden.

Kosten: 25 Euro pro Person
Ort: Kreis Schaumburg
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de

Sonntag, 6.8.2017 von 10-15 Uhr “Verhaltensentwicklung beim Hund, Rasseunterschiede”

Kenntnisse zur jeweiligen Verhaltensentwicklung sind ganz entscheidend für den Zugang zum Verständnis des Verhaltens einer Art oder einer Haustierform oder einer Rasse ganz allgemein. Entwicklung beschreibt zwar eine kontinuierliche Veränderung, man kann sie jedoch, orientiert an beobachtbaren physiologischen, ethologischen und morphologischen Entwicklungsschritten, in bestimmte Phasen einteilen.
Während der Entwicklung eines Jungtieres wechseln sich Phasen stetigen Fortschreitens der Entwicklung (Auftreten neuer Verhaltensweisen) mit solchen rein qualitativer Veränderung (Ausreifung vorhandener Verhaltensweisen) ab.
Ein Entwicklungsethogramm (nach Althaus, 1982) ist ein dynamisches Geschehen. Es verändert sich in den ersten zwölf Lebenswochen täglich, insbesondere während der Sozialisierungsphase. Es gibt sowohl qualitative (Art und Weise) als auch quantitative (Zahl, Häufigkeit) Veränderungen der bestehenden Verhaltensmuster, es treten neue Verhaltensweisen auf oder es verschwinden welche. Einzelne Entwicklungsphasen werden definiert nach dem erstmaligen Auftreten bzw. Verschwinden von (infantilen) Verhaltensweisen.
Die Phasen der Welpenentwicklung sollen beispielhaft an europäischen Wölfen und Haushunden verschiedener Rassezugehörigkeit dargestellt werden. Kann man Besonderheiten der Entwicklung von Hunderassen an ihrer anatomisch-morphologischen Ähnlichkeit mit Wölfen erkennen? Es gibt Wissenschaftler, die wolfsähnlich aussehenden Rassen ein wolfsähnlicheres Verhalten zuschreiben als Hunden differenten Aussehens, die ausgeprägt neoten sein und auch mehr juvenil (nicht kontext-bezogen) vokalisieren sollen (Goodwin, 1992). Wir fanden bei Hunden verschiedener Rassezugehörigkeit relative Beschleunigungen und relative Verlangsamungen in bunter Mischung für Verhaltensweisen unterschiedlicher Funktionskreise (Mosaikvererbung, Herre 1990).

Ort: Landkreis Schaumburg
Kosten: 85,- Euro pro Person
Anmeldung: info@kidsanddogs-schaumburg.de